Crowdmapping: Wo sind gefährliche Kreuzungen für Radfahrende?

Crowdmapping: Wo sind gefährliche Kreuzungen für Radfahrende?

Dialog-Plattform:

 

Leitstungen:

  • Konzeption und Beration
  • Design und technische Realisierung
  • Online-Moderation
  • Auswertung und Dokumentation

 

Ihre Ansprechpartner:

Abbiegeunfälle mit Pkw- bzw. Lkw-Beteiligung sind eine häufige Ursache für zum Teil schwere Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrenden. Vor diesem Hintergrund erarbeitet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen maßnahmen- und praxisorientierten Leitfaden zur Vermeidung solcher Abbiegeunfälle.

Bestandteil dieses Projekts ist ein web-basiertes Beteiligungsverfahren zu gefährlich wahrgenommenen Kreuzungsbereichen in Berlin. Ziel ist es, gefährliche Kreuzungsbereiche und aktuelle Ansätze zur Entschärfung von Konfliktschwerunkten übereinander zulegen und neue Maßnahmen im Rahmen von pilothaften Vorhaben zu testen.

Für dieses Beteiligungsverfahren hat Zebralog die Online-Plattform „Radfahren in Berlin – Abbiegen? Achtung! Sicher über die Kreuzung“ entwickelt. Die Berlinerinnen und Berliner waren vom 12. November 2013 bis zum 10. Dezember 2013 aufgerufen, auf einer digitalen Karte von Berlin Kreuzungs- und Einmündungsbereiche zu markieren, an denen sie sich als Radfahrende besonders unsicher oder gefährdet fühlen.

In Ergänzung zu vorhandenen, objektiven Unfallstatistiken sollten mit dem Online-Dialog besonders subjektive Wahrnehmungen der Bürgerinnen und Bürger erfasst werden, um auch alltägliche Gefahrensituationen und „Beinahe-Unfälle“ in die Auswertung und die Erarbeitung eines praxisorientierten Leitfadens einbeziehen zu können.

Insgesamt wurden bis zum Ende des Beteiligungsverfahrens mehr als 5.000 Beiträge eingeholt. Neben zahlreichen Hinweisen auf unsichere Kreuzungsbereiche waren auch schlechte Sichtbeziehungen, ungünstige Radwegeführung, Regelverstöße der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer unter den Anliegen der Berlinerinnen und Berliner.

Fazit und Auszeichnung "Partizipationspreis 2014"

Die große Resonanz auf den Online-Dialog verdeutlichte nicht nur den aktuellen Handlungsbedarf sondern zeigte auch die Sensibilität der Bürgerinnen und Bürger für das Thema Sicherheit im Straßenverkehr. Besonders der niedrigschwellige Ansatz des Verfahrens zeigt wie einfach Partizipation aussehen kann.

Das Beteiligungsprojekt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin „Abbiegen? Achtung! Sicher über die Kreuzung - Bürgerbeteiligung für mehr Radsicherheit“ wurde im Rahmen des Partizipationspreises 2014 mit dem 3. Platz des Jurypreises ausgezeichnet. Die Jury stellte in diesem Zusammenhang fest:

„Das Projekt in Berlin ist ein sehr übersichtliches Verfahren mit hoher Bürgerbeteiligung zu einem klassischen Thema, das viele Kommunen bewegt. Insbesondere überzeugten die ansprechende und transparente Aufbereitung der Informationen und Ergebnisse sowie die cross-mediale Ausgestaltung. Hier ist ein Instrument erarbeitet worden, dass auch für andere Projekte genutzt werden kann.“